Archäologie · Bergbau · Wissenschaft · Deep Dive

Hallstatt: 3.500 Jahre unter Tage im urzeitlichen Salzberg

Wie das »weiße Gold« im Salzkammergut eine ganze Epoche der Menschheitsgeschichte benannte – und das Salz selbst eine 3.300 Jahre alte Holzstiege konservierte

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Quellen & Faktencheck

Faktencheck bestanden

21 geprüfte Aussagen (19 gesichert · 1 plausibel · 1 unbestätigt), 10 verifizierte Quellen – alle Archivlinks gesichert

Prüfer: geheimprojekte Faktencheck · Freigabe: 2026-10-27 · Protokoll: faktencheck.md

  1. Q1academicFritz E. Barth: Archaeological heritage of the Hallstatt region (Abhandlungen der Geologischen Bundesanstalt 56/1, 1999, S. 83–88)

    Geologische Bundesanstalt Wien (Abhandlungen der Geologischen Bundesanstalt, Band 56/1), Dr. Fritz Eckart Barth (Prähistorische Abteilung, Naturhistorisches Museum Wien) · 1999-08-01 · S. S. 83–88

  2. Q2archiveNaturhistorisches Museum Wien – Forschungsprojekt Standort Hallstatt (Salzbergbau & Gräberfeld)

    Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung, Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung (Hans Reschreiter, Kerstin Kowarik u. a.) · 2025-01-01

  3. Q3academicMichael Grabner, Hans Reschreiter & Fritz Eckart Barth (BOKU Wien / NHM Wien): Holzfunde aus dem Hallstätter Salzberg

    Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) & Naturhistorisches Museum Wien, Michael Grabner, Hans Reschreiter & Fritz Eckart Barth · 2007-05-01

  4. Q4academicFritz Eckart Barth: Zur Geschichte des Begriffes »Heidengebirge« (Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien 89/A, 1987, S. 205–224)

    Naturhistorisches Museum Wien (Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien, Band 89/A), Dr. Fritz Eckart Barth (Naturhistorisches Museum Wien) · 1987-12-01 · S. S. 205–224

  5. Q5archiveUNESCO World Heritage Centre: Hallstatt-Dachstein / Salzkammergut Cultural Landscape (World Heritage List Criterion iii & iv, Ref. 806)

    UNESCO World Heritage Centre, Paris, UNESCO World Heritage Centre · 1997-12-06

  6. Q6bookKarina Grömer: Prähistorische Textilkunst in Mitteleuropa – Geschichte des Handwerks und Kleidung vor 2000 Jahren (Veröffentlichungen der Prähistorischen Abteilung 4, NHM Wien, 2010)

    Naturhistorisches Museum Wien (Verlag des NHM Wien), PD Dr. Karina Grömer (Naturhistorisches Museum Wien) · 2010-09-01 · S. Kap. Hallstatt

  7. Q7academicFrank Maixner et al.: Hallstatt miners consumed blue cheese and beer during the Iron Age and retained a non-Westernized gut microbiome until the Baroque period (Current Biology 31, 5149–5162)

    Cell Press (Current Biology, Vol. 31, Issue 23), Frank Maixner, Mohamed S. Sarhan, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter et al. · 2021-10-13 · S. S. 5149–5162

  8. Q8archiveNaturhistorisches Museum Wien (Prähistorische Abteilung): Der Mann im Salz – Der Fund im Kilbwerk 1734 und Mumien aus anderen Salzbergwerken

    Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung, Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung · 2024-01-01

  9. Q9archiveNaturhistorisches Museum Wien (Prähistorische Abteilung): Hallstatt-Forschungsportal – Bronzezeitliche und Hallstattzeitliche Bergwerksanlagen, Abbaumethode (»Herzen«), Transportwege, Arbeitsalltag (»Ritschert«), Anthropologie und Parasitologie

    Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung, Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung (Hans Reschreiter, Kerstin Kowarik, Mehran Sotoodeh, Nikolaus Franz u. a.) · 2024-01-01

  10. Q10academicGuadalupe Piñar, Dalibor Poyntner, Katja Sterflinger & Hans Reschreiter: Microbial Survey of the Oldest Wooden Staircase in the World (Hallstatt Salt Mine), PLoS ONE 11(2): e0148279

    Public Library of Science (PLoS ONE), Guadalupe Piñar, Dalibor Poyntner, Katja Sterflinger & Hans Reschreiter · 2016-02-17 · S. e0148279 (S. 1–20)

Alle 21 geprüften Aussagen & Einzelbelege (C1–C21) im Detail anzeigen
  1. C1gesichert

    Der prähistorische Salzgewinnungsbetrieb im Hallstätter Hochtal reicht bis in die Jungsteinzeit um etwa 5000 v. Chr. zurück, belegt durch drei Hirschgeweihhacken (darunter die 1838 im Kaiser-Josef-Stollen gefundene und 1996 durch H. Urstöger mit der C14-Methode auf ca. 5000 v. Chr. datierte Geweihhacke), mit denen vermutlich rund um natürliche Solequellen nach salzhaltigem Gestein geschürft wurde.

    Fundstelle: Q1: S. 83 (Neolithic / Geweihhacke); Q2: Einleitungstext

    [Q1]↓ [Q2]↓

  2. C2gesichert

    Der systematische untertägige Bergbau im Salzberg von Hallstatt gliedert sich in drei räumlich getrennte prähistorische Reviere: die bronzezeitliche Nordgruppe (ca. 1500 bis 1245 v. Chr., u. a. Christian-von-Tusch-Werk), die ältereisenzeitliche Ostgruppe der Hallstattzeit (ca. 800 bis 350 v. Chr.) und die jüngereisenzeitliche Westgruppe der Latènezeit.

    Fundstelle: Q1: S. 84–85; Q2: Übersichtstext; Q5: Criterion (iii)/(iv); Q9: bronzezeit/transportwege & hallstattzeit/bergwerksanlagen

    [Q1]↓ [Q2]↓ [Q5]↓ [Q9]↓

  3. C3gesichert

    Als ‚Heidengebirge' bezeichnen Bergleute im Salzkammergut und in Hall in Tirol jene Zonen des Salzgebirges, in denen durch den Gebirgsdruck geschlossene prähistorische Hohlräume samt Millionen abgebrannter Kienspäne, Werkzeuge, Textilien, Leder, Tierhaare und Exkremente luftdicht im Steinsalz eingeschlossen wurden; der früheste schriftliche Beleg des Begriffs stammt aus einem Brief Joseph von Russeggers an Karl Cäsar von Leonhard vom 25. Juli 1835.

    Fundstelle: Q1: S. 85; Q2: Übersichtstext; Q4: S. 205–206 (Russegger 1835: 522)

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  4. C4gesichert

    In der bronzezeitlichen Nordgruppe (insbesondere im Christian-von-Tusch-Werk) legten Bergleute ab etwa 1500 v. Chr. steile Schrägschächte bis in über 100 Meter Tiefe an, in denen das kleinbrüchig geschrämmte Salz mit Holzgefäßen geschöpft und in maßgefertigten Tragsäcken aus Rinderfell sowie an Seilen aus gedrehtem Lindenbast (erhalten in rund einen Meter langen, bis zu vier Zentimeter starken Seilfragmenten) an die Oberfläche gezogen wurde.

    Fundstelle: Q1: S. 85; Q3: Abschnitt Konstruktion; Q9: bronzezeit/transportablauf/tragsaecke

    [Q1]↓ [Q3]↓ [Q9]↓

  5. C5gesichert

    Die charakteristischen bronzezeitlichen Tragsäcke aus Rinderfell besaßen ein Fassungsvermögen von rund 30 bis 45 Kilogramm Salz; ein seitlicher HolzKnebel hielt den Trageriemen fest, und durch Lösen des Knebels mit einem Griff glitt der Sack über die Schulter und entleerte seine Last automatisch.

    Fundstelle: Q1: S. 85; Q6: S. 91–94; Q9: bronzezeit/transportablauf/tragsaecke

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  6. C6gesichert

    Im Frühjahr 2002 stießen Bergleute beim Bau eines Fluchtwegs im Christian-von-Tusch-Werk in über 100 Metern Tiefe auf erste Hölzer; ab 2003 legten Archäologen des Naturhistorischen Museums Wien dort eine über acht Meter lange Holzstiege frei, die als älteste erhaltene Holztreppe Europas gilt.

    Fundstelle: Q2: Übersichtstext; Q3: Einleitung & Konstruktion; Q10: Abstract & Introduction (S. 1–2)

    [Q2]↓ [Q3]↓ [Q10]↓

  7. C7gesichert

    Die dendrochronologische Untersuchung durch Kurt Nicolussi (Universität Innsbruck) ergab für die Stiegenhölzer aus Fichte, Tanne und Buche ein exaktes Fälldatum im Winterhalbjahr 1344/1343 v. Chr.; in einer mikrobiologischen Studie von 2016 (Piñar et al.) wird daneben abweichend das Jahr 1108 v. Chr. genannt.

    Fundstelle: Q3: Abschnitt Datierung (1344/1343 v. Chr.); Q10: Introduction S. 2 (1108 BC)

    [Q3]↓ [Q10]↓

  8. C8gesichert

    Die bronzezeitliche Stiege war im Baukastenprinzip komplett ohne Seile oder Holznägel konstruiert: In zwei seitliche Nadelholzholme mit dreieckigem Querschnitt wurden exakt passende Nuten geschlagen, in die Trittstufen aus gespaltenen Buchenbohlen von 1,20 Metern Breite (im oberen Teil) bis fast 1,40 Metern Breite (im unteren Teil) eingeschoben und durch kleine Holzkeile im gewünschten Neigungswinkel fixiert wurden.

    Fundstelle: Q3: Abschnitt Konstruktion (mit Grafik); Q10: Introduction S. 2

    [Q3]↓ [Q10]↓

  9. C9gesichert

    Die Holzstiege ruhte nicht auf gewachsenem Fels, sondern auf einer beständig anwachsenden Halde aus lehrbuchmäßig geschichtetem Abraum (abwechselnde Lagen aus feinspanigem ‚Hauklein' und stückigem ‚Haufwerk') und konnte dank ihrer keilfixierten Konstruktion dem veränderlichen Schüttwinkel jederzeit angepasst werden.

    Fundstelle: Q3: Abschnitte Ausgrabung im Salz & Konstruktion

    [Q3]↓

  10. C10gesichert

    Um 1340 v. Chr. schob eine gewaltige Gesteinsrutschung den gesamten bronzezeitlichen Schacht im Christian-von-Tusch-Werk samt der Stiege um rund 100 Meter zur Seite, wodurch der Abbau an dieser Stelle aufgegeben werden musste; um 1245 v. Chr. beendete schließlich eine katastrophale Vermurung den gesamten bronzezeitlichen Bergbau der Nordgruppe.

    Fundstelle: Q3: Abschnitt Datierung (Verschiebung um ca. 100 m um 1340 v. Chr.); Q9: bronzezeit/transportwege (Ende um 1245 v. Chr.)

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  11. C11gesichert

    Bis zum Frühjahr 2014 wurden sämtliche Einzelteile der bronzezeitlichen Stiege zur wissenschaftlichen Dokumentation und Konservierung an das Naturhistorische Museum Wien geborgen und im Februar 2015 in einer eigens klimatisierten Großraumvitrine im Schaubergwerk Hallstatt wiederaufgebaut.

    Fundstelle: Q2: Übersichtstext; Q10: Introduction S. 2

    [Q2]↓ [Q10]↓

  12. C12gesichert

    In der älteren Eisenzeit (Hallstattzeit, ca. 800 bis 350 v. Chr.) verlagerten die Bergleute den Abbau in die Ostgruppe, wo über 25 Fundstellen auf einer Fläche von mehr als 50.000 Quadratmetern bis in über 200 Meter Tiefe nachgewiesen sind und riesige Abbauhallen von mindestens 20 Metern Breite und 15 Metern Höhe entstanden, ehe auch dieser Bergbau um 350 v. Chr. durch gewaltige Muren zum Erliegen kam.

    Fundstelle: Q1: S. 84–85; Q8: Haupttext (Katastrophe um 350 v. Chr.); Q9: hallstattzeit/bergwerksanlagen

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  13. C13gesichert

    Anders als in der Bronzezeit schlugen die eisenzeitlichen Bergleute der Ostgruppe mit schwereren Bronzepickeln auf Knieholzschäftungen parallele Rillen in die Salzwand und brachen die dazwischenstehenden Stege als herzförmige Großbrocken (‚Herzen') von bis zu fast 100 Kilogramm Gewicht heraus, was eine nahezu verlustfreie Gewinnung von reinem Stücksalz ermöglichte.

    Fundstelle: Q1: S. 84–85; Q9: hallstattzeit/abbaumethode

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  14. C14gesichert

    Analysen von Speisekrusten an Kochtöpfen und im Salz konservierten menschlichen Exkrementen (Koprolithen) zeigen, dass sich die eisenzeitlichen Bergleute von einem nahrhaften Eintopf aus Hirse, Gerste, Saubohnen, Linsen und Schweine- oder Schaffleisch (bis heute im Salzkammergut als ‚Ritschert' bekannt) ernährten, bereits Blauschimmelkäse (Penicillium roqueforti) und Bier (Saccharomyces cerevisiae) konsumierten, jedoch massiv unter Spul- und Peitschenwürmern litten.

    Fundstelle: Q1: S. 85; Q7: Summary & Results (S. 5149–5154); Q9: hallstattzeit/arbeitsalltag & interdisziplinaer/parasitologie

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  15. C15gesichert

    Im November 1846 stieß der k. k. Bergmeister Johann Georg Ramsauer beim Schotterabbau am Eingang des Hallstätter Hochtals auf ein Gräberfeld der älteren Eisenzeit und legte bis 1863 insgesamt 980 Gräber mit 19.498 dokumentierten Fundobjekten frei; einschließlich späterer Grabungen (bis hin zu den laufenden Forschungen des NHM Wien) sind im Hochtal heute über 1.500 Bestattungen bekannt.

    Fundstelle: Q1: S. 85–86 (The Cemetery); Q2: Übersichtstext

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  16. C16gesichert

    Die Grabbeigaben von Hallstatt – darunter ein Eisenschwert mit Knauf aus afrikanischem Elefantenelfenbein und baltischem Bernstein (Grab 573), ein im Stil von Este figürlich verzierter Bronze-Eimerdeckel (Grab 696), Rüstungsteile mit Parallelen zu Vače in Slowenien (Grab 259) sowie die ältesten Glasgefäße nördlich der Alpen – belegen ein weitgespanntes Handelsnetz vom Ostseeraum bis nach Nordafrika und gaben der gesamten Epoche der älteren Eisenzeit (ca. 800–450 v. Chr.) den Namen ‚Hallstattkultur'.

    Fundstelle: Q1: S. 86; Q5: Criterion (iii)

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  17. C17gesichert

    Trotz Ramsauers präziser Aquarellprotokolle von Gräbern und Metallbeigaben wurden während der Grabungen des 19. Jahrhunderts zahlreiche Keramikgefäße und menschliche Skelette als wissenschaftlich wertlos verworfen; insgesamt stehen der modernen Anthropologie dennoch rund 215 Skelette aus dem Hallstätter Gräberfeld zur Verfügung, deren ausgeprägte Muskelmarken und Gelenkabnutzungen auf schwerste körperliche Arbeit unter Tage hinweisen.

    Fundstelle: Q1: S. 85; Q9: interdisziplinaer/anthropologie

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  18. C18gesichert

    Im April 1734 stießen Bergleute im damals rund 100 Meter tief liegenden Kilbwerk (im Bereich der ältereisenzeitlichen Ostgruppe) in ‚taubem Gebirge' – den um 350 v. Chr. eingedrungenen Murenschuttmassen – auf den vollständig im Salz konservierten, flachgedrückten Leichnam eines prähistorischen Bergmannes, an dem laut den Hallstätter Salinenakten noch Stofffetzen seines Rocks und die Schuhe an den Füßen erhalten waren.

    Fundstelle: Q1: S. 85; Q8: Haupttext & Auszug aus den Hallstätter Salinenakten

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  19. C19gesichert

    Am 2. April 1734 wurde der ‚Mann im Salz' aus dem Gestein gelöst und ins Tal gebracht; weil man ihn im katholischen Salzkammergut als vorchristlichen ‚Heiden' einstufte, dem nach Begutachtung durch den Kapuzinermönch Mathias keine geweihte Grabstätte zustand, wurde er bereits am 3. April 1734 ohne geistlichen Beistand am Rand des Hallstätter Friedhofs begraben.

    Fundstelle: Q8: Haupttext & Auszug aus der Chronik

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  20. C20plausibel

    Aus dem Fundort im Kilbwerk innerhalb der Ostgruppe sowie den im Jahr 1734 beschriebenen Resten von Kleidung und Schuhen schließen Archäologen des Naturhistorischen Museums Wien, dass es sich beim ‚Mann im Salz' um einen eisenzeitlichen Bergmann handelte, der bei der Murenkatastrophe um 350 v. Chr. im Bergwerk verschüttet wurde.

    Fundstelle: Q1: S. 85; Q8: Haupttext

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  21. C21unbestätigt

    Ob die Gebeine des 1734 bestatteten ‚Mannes im Salz' später bei einer routinemäßigen Grabräumung unerkannt in das Beinhaus (Karner) von Hallstatt gelangten, ist bis heute ungeklärt; ein vergleichbares Schicksal erlitten die 1577 und 1616 am Dürrnberg bei Hallein gefundenen Salzmumien, während erst die 1993 und 2004 im iranischen Salzbergwerk Chehrabad entdeckten ‚Salzmänner' wissenschaftlich konserviert werden konnten.

    Fundstelle: Q8: Haupttext & Abschnitt Mumien aus anderen Salzbergwerken

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