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Hallstatt: 3.500 Jahre unter Tage im urzeitlichen Salzberg
Wie das »weiße Gold« im Salzkammergut eine ganze Epoche der Menschheitsgeschichte benannte – und das Salz selbst eine 3.300 Jahre alte Holzstiege konservierte
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Hallstatt: 3.500 Jahre unter Tage im urzeitlichen Salzberg
Wie das »weiße Gold« im Salzkammergut eine ganze Epoche der Menschheitsgeschichte benannte – und das Salz selbst eine 3.300 Jahre alte Holzstiege konservierte
Einstieg: Die Treppe in der Finsternis
Einstieg: Die Treppe in der Finsternis.
Im Frühjahr 2002 trieben Bergleute der Salinen Austria tief im Inneren des Hallstätter Salzbergs, mehr als hundert Meter unter der heutigen Geländeoberfläche, einen neuen Fluchtweg durch das sogenannte Christian-von-Tusch-Werk [C4]↓ [C6]↓ [Q1]↓ [Q3]↓. Was ihnen dort im Schein ihrer Grubenlampen aus dem grauen, von Ton und Steinsalz durchzogenen Gestein entgegenragte, sah auf den ersten Blick aus wie gewöhnliches Grubenholz aus jüngerer Zeit: glatte, kantig zugehauene Bohlen mit scharfen Werkzeugspuren an den Kanten [C6]↓ [Q3]↓. Doch in diesem Teil des Berges hatte in der Neuzeit niemand mehr Holz verbaut.
Als Archäologen der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien unter der Leitung von Hans Reschreiter die Fundstelle ab 2003 systematisch freilegten, schälten sie Stufe um Stufe ein Bauwerk aus dem Salz, das weltweit seinesgleichen sucht: eine über acht Meter lange und bis zu fast 1,40 Meter breite Stiege aus Fichten-, Tannen- und Buchenholz [C6]↓ [C7]↓ [C8]↓ [Q3]↓ [Q10]↓. Als der Innsbrucker Jahrringforscher Kurt Nicolussi die Holme und Trittstufen unter dem Mikroskop vermaß, lieferte die Dendrochronologie ein Datum von fast unwirklicher Präzision: Die Bäume für diese Treppe waren im Winterhalbjahr 1344/1343 v. Chr. gefällt worden – zu einer Zeit, als in Ägypten Pharao Tutanchamun den Thron bestieg und im östlichen Mittelmeerraum die mykenische Palastkultur auf ihrem Höhepunkt stand [C7]↓ [Q3]↓.
Dass ein hölzernes Bauwerk mehr als drei Jahrtausende ohne Fäulnis übersteht, liegt an der Chemie seines Fundorts. Im Salzberg hoch über dem Hallstätter See entzieht das Natriumchlorid jedem organischen Material die Feuchtigkeit, unterbindet das Wachstum von Bakterien und Pilzen fast vollständig und schließt zugleich durch den Gebirgsdruck offene Hohlräume binnen weniger Jahrzehnte wieder luftdicht ein [C3]↓ [Q1]↓ [Q2]↓ [Q4]↓. So wurde der Berg selbst zum größten prähistorischen Zeitkapsel-Archiv Europas.
Hintergrund: Siebentausend Jahre Jagd nach dem »weißen Gold«
Hintergrund: Siebentausend Jahre Jagd nach dem »weißen Gold«.
Für sesshafte Ackerbauern und Viehzüchter war Salz in der Urgeschichte eine biologische und wirtschaftliche Überlebensfrage. Wer Fleisch, Fisch oder Käse für den alpinen Winter haltbar machen wollte, wer Tierhäute gerben oder den Elektrolythaushalt von Mensch und Nutzvieh sichern musste, brauchte verlässlichen Zugang zu Natriumchlorid [Q1]↓ [Q2]↓. Im steilen Hochtal über dem heutigen Ort Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut trat das Salz an natürlichen Solequellen zutage, lange bevor der Mensch den ersten Stollen in den Fels schlug [C1]↓ [Q1]↓ [Q2]↓.
Der älteste direkte Beweis für die Anwesenheit prähistorischer Bergleute im Hallstätter Hochtal kam bereits im Jahr 1838 im Kaiser-Josef-Stollen ans Licht: ein Geweihgerät aus der Sprosse eines Rothirsches [C1]↓ [Q1]↓. Mehr als anderthalb Jahrhunderte lang rätselte die Forschung über das Alter der insgesamt drei im Berg gefundenen Hirschgeweihhacken, bis eine 1996 durch H. Urstöger veranlasste Radiokarbondatierung (C14) das Ergebnis lieferte: Das Werkzeug stammt aus der Jungsteinzeit um etwa 5000 v. Chr. [C1]↓ [Q1]↓. Schon vor siebentausend Jahren stiegen demnach Menschen in das Gebirgstal auf, um mit Geweihpickeln rund um die salzhaltigen Quellen nach salzführendem Gestein zu schürfen [C1]↓ [Q1]↓ [Q2]↓.
Spätestens ab der mittleren Bronzezeit – ab etwa 1500 v. Chr. – begann ein systematischer, arbeitsteilig organisierter Untertagebau, der sich im Hallstätter Salzberg in drei räumlich und zeitlich klar getrennte Reviere gliedert [C2]↓ [Q1]↓ [Q2]↓ [Q5]↓ [Q9]↓:
- Die bronzezeitliche Nordgruppe (ca. 1500 bis 1245 v. Chr.): Hier trieben die Bergleute steile Schrägschächte bis in über 100 Meter Tiefe in das Salzlager, darunter das Christian-von-Tusch-Werk [C2]↓ [C4]↓ [Q1]↓ [Q9]↓.
- Die ältereisenzeitliche Ostgruppe (Hallstattzeit, ca. 800 bis 350 v. Chr.): Auf einer Fläche von mehr als 50.000 Quadratmetern sind hier über 25 Fundstellen bekannt, die bis in mehr als 200 Meter Tiefe reichen und unterirdische Abbauhallen von mindestens 20 Metern Breite und 15 Metern Höhe umfassen [C2]↓ [C12]↓ [Q1]↓ [Q9]↓.
- Die jüngereisenzeitliche Westgruppe (Latènezeit): Nachdem verheerende Muren und Erdrutsche um 350 v. Chr. die Ostgruppe verschüttet hatten, wich der Abbau in höher gelegene, weiter westlich liegende Gebirgsteile aus [C2]↓ [C12]↓ [Q1]↓ [Q8]↓ [Q9]↓.
Als neuzeitliche Knappen immer tiefer in den Salzberg vordrangen, trafen sie mitten im Fels immer wieder auf rätselhafte Einschlüsse: verkohlte Holzspäne, Lederfetzen, Tierhaare, Schnüre, abgebrochene Bronzepickel und zusammengepresste Hölzer [C3]↓ [Q1]↓ [Q4]↓. Weil die christlichen Bergleute diese Spuren einer vergessenen Vorzeit den vorchristlichen „Heiden" zuschrieben, nannten sie das mit prähistorischem Abraum durchsetzte Salzgestein das „Heidengebirge" [C3]↓ [Q1]↓ [Q4]↓. Den frühesten schriftlichen Nachweis dieses Fachbegriffs dokumentierte der Prähistoriker Fritz Eckart Barth in seiner Quellenedition für die Geologische Bundesanstalt:
Die erste Erwähnung des Begriffes Heidengebirge fand ich in einem Brief J. v. RUSSEGGERS an K. C. v. LEONHARD vom 25. Juli 1835: ‚Haben Sie schon etwas von dem sogenannten Heidengebirge gehört? diess ist ein ganz eigenthümliches Gemenge von Kohlen, Leder, Haaren (worunter sich Gemshaare unterscheiden lassen), Steinsalz und Thon, welches Gebilde Nester im Haselgebirge von Hall in Tyrol und Hallstatt in Ober-Österreich bilden soll. Es erscheint in einer Tiefe von 50 bis 60 Lachter unter Tage.‘ (RUSSEGGER 1835: 522).
Was der Montanist Joseph von Russegger am 25. Juli 1835 in seinem Brief an den Heidelberger Mineralogen Karl Cäsar von Leonhard beschrieb und der Geologe Eduard Suess 1888 ebenfalls diskutierte, erwies sich durch die systematischen Befahrungen des Hallstätter Oberbergverwalters August Aigner (1879, 1902, 1911) und die späteren Grabungen des Naturhistorischen Museums Wien als das wieder zusammengedrückte Stollennetz der Bronze- und Eisenzeit [C3]↓ [Q1]↓ [Q4]↓.
Ablauf und Technik: Baukasten-Stiege, Rinderfell-Tragsäcke und 100-Kilo-»Herzen«.
Wie hochspezialisiert die Arbeit unter Tage bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. organisiert war, zeigt das Christian-von-Tusch-Werk in der Nordgruppe [C4]↓ [C6]↓ [Q1]↓ [Q3]↓. Um die Stollen in mehr als 100 Metern Tiefe auszuleuchten, verbrannten die Bergleute Millionen dünner Leuchtspäne aus Fichten- und Tannenholz (Kienspäne), deren abgebrannte Stummel heute zu dichten schwarzen Schichten im Heidengebirge gepresst sind [C3]↓ [C4]↓ [Q1]↓. Mit Tüllenpickeln aus Bronze schrämmten sie das Salz kleinbrüchig aus dem Gestein, schöpften das lose Hauklein mit Holzgefäßen auf und füllten es in maßgefertigte Transportsäcke aus Rinderfell [C4]↓ [C5]↓ [Q1]↓ [Q9]↓.
Diese Rinderfell-Tragsäcke waren ein Meisterstück prähistorischer Ergonomie: Ein seitlich angebrachter HolzKnebel hielt den Trageriemen auf Spannung; hatte der Träger seine 30 bis 45 Kilogramm schwere Last zum Schacht geschleppt, genügte ein Griff, um den Knebel zu lösen, sodass der Sack über die Schulter glitt und das Salz automatisch entleerte [C5]↓ [Q1]↓ [Q9]↓. Durch die steilen Förderschächte wurde das Salz anschließend an Seilen aus gedrehtem Lindenbast – von denen im Salz rund einen Meter lange, bis zu vier Zentimeter starke Fragmente erhalten blieben – an die Oberfläche gezogen [C4]↓ [Q1]↓ [Q9]↓.
Um auf den steilen, ständig anwachsenden Abraumhalden im Berg sicher auf- und absteigen zu können, errichteten die Zimmerleute im Winter 1344/1343 v. Chr. jene über acht Meter lange Holzstiege, die 2002/2003 im Christian-von-Tusch-Werk wiederentdeckt wurde [C6]↓ [C7]↓ [C9]↓ [Q3]↓ [Q10]↓. Die Stiege ruhte nicht auf festem Fels, sondern auf einer geschichteten Halde, in der sich helle Lagen aus feinspanigem „Hauklein" und dunklere Lagen aus stückigem „Haufwerk" abwechselten [C9]↓ [Q3]↓. Damit die Treppe dem sich stetig verändernden Schüttwinkel der Halde angepasst werden konnte, konstruierten die Bergleute sie im Baukastenprinzip – komplett ohne Seile und ohne Holznägel [C8]↓ [C9]↓ [Q3]↓:
- In zwei seitliche Tragholme aus Nadelholz mit dreieckigem Querschnitt wurden in regelmäßigen Abständen passende Nuten eingeschlagen [C8]↓ [Q3]↓.
- In diese Nuten schoben die Erbauer Trittstufen aus gespaltenen Buchenbohlen ein, die im oberen Teil der Stiege 1,20 Meter breit waren und sich im unteren Abschnitt auf fast 1,40 Meter verbreiterten [C8]↓ [Q3]↓ [Q10]↓.
- Kleine eingeschlagene Holzkeile fixierten jede Buchenstufe im exakt benötigten Neigungswinkel; änderte sich die Haldenneigung, ließen sich die Keile lösen und die Stufen neu justieren [C8]↓ [C9]↓ [Q3]↓.
Nur wenige Jahre nach dem Bau der Stiege, um 1340 v. Chr., schob eine Gesteinsrutschung den gesamten bronzezeitlichen Schacht im Christian-von-Tusch-Werk samt der Treppe um rund 100 Meter zur Seite [C10]↓ [Q3]↓. Um 1245 v. Chr. beendete schließlich eine katastrophale Vermurung den gesamten bronzezeitlichen Bergbau der Nordgruppe [C2]↓ [C10]↓ [Q9]↓. Bis zum Frühjahr 2014 wurden alle Einzelteile der Stiege an das Naturhistorische Museum Wien geborgen, konserviert und im Februar 2015 in einer klimatisierten Großraumvitrine im Schaubergwerk Hallstatt wiederaufgebaut [C11]↓ [Q2]↓ [Q10]↓. (Während die Dendrochronologie des NHM Wien durch Kurt Nicolussi das Fälldatum auf 1344/1343 v. Chr. bestimmt, nennt eine mikrobiologische Studie von Guadalupe Piñar et al. von 2016 abweichend das Jahr 1108 v. Chr. [C7]↓ [Q3]↓ [Q10]↓.)
In der älteren Eisenzeit (ca. 800 bis 350 v. Chr.) verlagerten die Bergleute den Abbau in die Ostgruppe und stellten ihre Technik um [C12]↓ [C13]↓ [Q1]↓ [Q9]↓: Mit schwereren Bronzepickeln auf Knieholzschäftungen schlugen sie parallele Rillen in die Salzwand und brachen die Stege als herzförmige Großbrocken – sogenannte „Herzen" von bis zu fast 100 Kilogramm Gewicht – heraus [C13]↓ [Q9]↓. Auf über 50.000 Quadratmetern Fläche entstanden so in mehr als 200 Metern Tiefe Hallen von mindestens 20 Metern Breite und 15 Metern Höhe [C12]↓ [Q1]↓ [Q9]↓.
Abgetragene Wollkleidung diente unter Tage als Hand- und Griffschutzlappen [Q6]↓. In großen Töpfen kochten die Bergleute einen nahrhaften Eintopf aus Hirse, Gerste, Saubohnen, Linsen und Fleisch – im Salzkammergut bis heute als „Ritschert" bekannt [C14]↓ [Q1]↓ [Q9]↓. Als ein Team um Frank Maixner (Eurac Research Bozen) und das NHM Wien 2021 im Salz konservierte menschliche Exkremente (Koprolithen) untersuchte, fanden sich darin DNA- und Proteinspuren von Penicillium roqueforti und Saccharomyces cerevisiae – der älteste direkte Beleg für gereiften Blauschimmelkäse und Bier in Europa, begleitet von starkem Befall mit Spul- und Peitschenwürmern [C14]↓ [Q7]↓ [Q9]↓.
| Zeitraum / Datum | Ereignis / Befund im Salzberg und Hochtal von Hallstatt | Quellen |
|---|---|---|
| ca. 5000 v. Chr. | Jungsteinzeitliche Salzgewinnung an Solequellen (1838 gefundene, 1996 per C14 datierte Hirschgeweihhacke). | [C1]↓ [Q1]↓ [Q2]↓ |
| ca. 1500–1245 v. Chr. | Bronzezeitlicher Schachtbau der Nordgruppe (> 100 m Tiefe); Schöpfwerk und Rinderfell-Tragsäcke (30–45 kg). | [C2]↓ [C4]↓ [C5]↓ [Q1]↓ [Q9]↓ |
| Winter 1344/1343 v. Chr. | Fälldatum der Hölzer für die > 8 m lange Stiege im Christian-von-Tusch-Werk (um 1340 v. Chr. um ~100 m verschoben). | [C7]↓ [C8]↓ [C10]↓ [Q3]↓ [Q9]↓ [Q10]↓ |
| ca. 800–350 v. Chr. | Ältere Eisenzeit (Hallstattkultur): Abbau von bis zu 100 kg schweren „Herzen" in der Ostgruppe (> 200 m Tiefe); Ende um 350 v. Chr. durch Muren. | [C12]↓ [C13]↓ [C15]↓ [Q1]↓ [Q8]↓ [Q9]↓ |
| 2. / 3. April 1734 | Bergung des „Mannes im Salz" im Kilbwerk am 2. April 1734; am 3. April 1734 als „Heide" am Friedhof begraben. | [C18]↓ [C19]↓ [Q1]↓ [Q8]↓ |
| 25. Juli 1835 | Erster schriftlicher Beleg des Begriffs „Heidengebirge" im Brief Joseph von Russeggers an Karl Cäsar von Leonhard. | [C3]↓ [Q4]↓ |
| 1846–1863 | Bergmeister Johann Georg Ramsauer legt im Hochtal 980 Gräber mit 19.498 Beigaben frei (heute > 1.500 Gräber bekannt). | [C15]↓ [C16]↓ [Q1]↓ [Q2]↓ |
| 2002/2003 – Feb. 2015 | Entdeckung (2002) und Freilegung (ab 2003) der Holzstiege; Wiederaufbau in Großraumvitrine im Februar 2015. | [C6]↓ [C11]↓ [Q2]↓ [Q3]↓ [Q10]↓ |
Folgen und weltweite Bedeutung: Das Gräberfeld des Johann Georg Ramsauer
Folgen und weltweite Bedeutung: Das Gräberfeld des Johann Georg Ramsauer.
Welchen Reichtum das „weiße Gold" einbrachte, kam im November 1846 beim Schotterabbau am Ausgang des Hochtals ans Licht: Zwischen 1846 und 1863 legte der k. k. Bergmeister Johann Georg Ramsauer 980 Körper- und Brandgräber der älteren Eisenzeit mit 19.498 dokumentierten Fundobjekten frei und ließ sie von Isidor Engl in Aquarellprotokollen festhalten [C15]↓ [C17]↓ [Q1]↓. Einschließlich späterer Grabungen sind im Hochtal heute über 1.500 Bestattungen bekannt [C15]↓ [Q1]↓ [Q2]↓.
Die Grabbeigaben belegen ein Handelsnetz von der Ostsee bis Nordafrika: In Grab 573 lag ein Eisenschwert mit einem Knauf aus afrikanischem Elefantenelfenbein und baltischem Bernstein, aus Grab 696 stammt ein im oberitalischen Stil von Este figürlich verzierter Bronze-Eimerdeckel, Grab 259 enthielt Rüstungsteile mit Parallelen zu Vače in Slowenien, hinzu kamen die ältesten Glasgefäße nördlich der Alpen [C16]↓ [Q1]↓. Nach diesem Fundkomplex wurde die gesamte Epoche der älteren Eisenzeit (ca. 800–450 v. Chr.) als „Hallstattkultur" benannt und die Kulturlandschaft 1997 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen [C16]↓ [Q1]↓ [Q5]↓.
Weil im 19. Jahrhundert Keramik und Knochen meist als wertlos verworfen wurden, stehen der modernen Anthropologie aus dem Gräberfeld heute nur rund 215 Skelette zur Verfügung [C17]↓ [Q1]↓ [Q9]↓. Deren kräftige Muskelmarken und Gelenkabnutzungen belegen jedoch, dass selbst reich bestattete Personen schwerste körperliche Arbeit unter Tage geleistet hatten [C17]↓ [Q9]↓.
Was wir wissen – und was seit dem 3. April 1734 ungeklärt ist
Was wir wissen – und was seit dem 3. April 1734 ungeklärt ist.
Im April 1734 stießen Knappen im rund 100 Meter tiefen Kilbwerk (im Bereich der ältereisenzeitlichen Ostgruppe) in „taubem Gebirge" – dem um 350 v. Chr. eingedrungenen Murenschutt – auf den flachgedrückten, im Salz konservierten Leichnam eines prähistorischen Bergmannes [C18]↓ [C20]↓ [Q1]↓ [Q8]↓. Die Hallstätter Salinenakten vermerken dazu:
… doch sicht man noch von seinem rockh etlich flöckh, wie auch die S. V. Schuech an denen füeßen.
Am 2. April 1734 wurde der „Mann im Salz" aus dem Gestein gelöst und ins Tal gebracht [C19]↓ [Q8]↓. Nach Begutachtung durch den Kapuzinermönch Mathias stufte man den Toten als vorchristlichen „Heiden" ein, dem keine geweihte Grabstätte zustand, und begrub ihn bereits am 3. April 1734 ohne geistlichen Beistand am Hallstätter Friedhof [C19]↓ [Q8]↓.
Was heute gesichert ist
- Siebentausend Jahre Salzgewinnung: Von der jungsteinzeitlichen Hirschgeweihhacke (ca. 5000 v. Chr.) über die bronzezeitliche Nordgruppe (ca. 1500–1245 v. Chr.) und die Großhallen der Hallstattzeit (ca. 800–350 v. Chr.) bis heute ist der Betrieb lückenlos belegt [C1]↓ [C2]↓ [Q1]↓ [Q2]↓ [Q5]↓ [Q9]↓.
- Die älteste Holzstiege Europas: Die 2002/2003 im Christian-von-Tusch-Werk entdeckte, über acht Meter lange Baukasten-Treppe wurde laut Dendrochronologie im Winter 1344/1343 v. Chr. errichtet und ist seit Februar 2015 im Schaubergwerk ausgestellt [C6]↓ [C7]↓ [C8]↓ [C11]↓ [Q3]↓ [Q10]↓.
- Ernährung und Gräberfeld: Koprolithen belegen „Ritschert"-Eintopf, Blauschimmelkäse, Bier und Wurmbefall [C14]↓ [Q7]↓ [Q9]↓; Ramsauers 980 Gräber (heute > 1.500 Bestattungen) begründeten den Namen „Hallstattkultur" [C15]↓ [C16]↓ [Q1]↓ [Q2]↓ [Q5]↓.
Was plausibel oder unbestätigt ist
- Tod bei der Katastrophe um 350 v. Chr.: Aus dem Fundort im Kilbwerk und den Kleidungsresten schließen die Archäologen des NHM Wien, dass der „Mann im Salz" plausibel bei der Murenkatastrophe um 350 v. Chr. verunglückte [C20]↓ [Q1]↓ [Q8]↓.
- Verbleib im Hallstätter Karner: Ob seine Gebeine bei einer späteren Grabräumung unerkannt in das Beinhaus (Karner) von Hallstatt gelangten, ist bis heute ungeklärt – ebenso wie bei den 1577 und 1616 am Dürrnberg bei Hallein gefundenen Salzmumien, während erst die 1993 und 2004 in Chehrabad (Iran) entdeckten „Salzmänner" wissenschaftlich konserviert werden konnten [C21]↓ [Q8]↓.
Quellen & Faktencheck
Geologische Bundesanstalt Wien (Abhandlungen der Geologischen Bundesanstalt, Band 56/1), Dr. Fritz Eckart Barth (Prähistorische Abteilung, Naturhistorisches Museum Wien) · 1999-08-01 · S. S. 83–88
Q2archiveNaturhistorisches Museum Wien – Forschungsprojekt Standort Hallstatt (Salzbergbau & Gräberfeld)
Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung, Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung (Hans Reschreiter, Kerstin Kowarik u. a.) · 2025-01-01
Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) & Naturhistorisches Museum Wien, Michael Grabner, Hans Reschreiter & Fritz Eckart Barth · 2007-05-01
Naturhistorisches Museum Wien (Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien, Band 89/A), Dr. Fritz Eckart Barth (Naturhistorisches Museum Wien) · 1987-12-01 · S. S. 205–224
UNESCO World Heritage Centre, Paris, UNESCO World Heritage Centre · 1997-12-06
Naturhistorisches Museum Wien (Verlag des NHM Wien), PD Dr. Karina Grömer (Naturhistorisches Museum Wien) · 2010-09-01 · S. Kap. Hallstatt
Cell Press (Current Biology, Vol. 31, Issue 23), Frank Maixner, Mohamed S. Sarhan, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter et al. · 2021-10-13 · S. S. 5149–5162
Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung, Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung · 2024-01-01
Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung, Naturhistorisches Museum Wien – Prähistorische Abteilung (Hans Reschreiter, Kerstin Kowarik, Mehran Sotoodeh, Nikolaus Franz u. a.) · 2024-01-01
Public Library of Science (PLoS ONE), Guadalupe Piñar, Dalibor Poyntner, Katja Sterflinger & Hans Reschreiter · 2016-02-17 · S. e0148279 (S. 1–20)
Alle 21 geprüften Aussagen & Einzelbelege (C1–C21) im Detail anzeigen
C1gesichert
Der prähistorische Salzgewinnungsbetrieb im Hallstätter Hochtal reicht bis in die Jungsteinzeit um etwa 5000 v. Chr. zurück, belegt durch drei Hirschgeweihhacken (darunter die 1838 im Kaiser-Josef-Stollen gefundene und 1996 durch H. Urstöger mit der C14-Methode auf ca. 5000 v. Chr. datierte Geweihhacke), mit denen vermutlich rund um natürliche Solequellen nach salzhaltigem Gestein geschürft wurde.
Fundstelle: Q1: S. 83 (Neolithic / Geweihhacke); Q2: Einleitungstext
C2gesichert
Der systematische untertägige Bergbau im Salzberg von Hallstatt gliedert sich in drei räumlich getrennte prähistorische Reviere: die bronzezeitliche Nordgruppe (ca. 1500 bis 1245 v. Chr., u. a. Christian-von-Tusch-Werk), die ältereisenzeitliche Ostgruppe der Hallstattzeit (ca. 800 bis 350 v. Chr.) und die jüngereisenzeitliche Westgruppe der Latènezeit.
Fundstelle: Q1: S. 84–85; Q2: Übersichtstext; Q5: Criterion (iii)/(iv); Q9: bronzezeit/transportwege & hallstattzeit/bergwerksanlagen
C3gesichert
Als ‚Heidengebirge' bezeichnen Bergleute im Salzkammergut und in Hall in Tirol jene Zonen des Salzgebirges, in denen durch den Gebirgsdruck geschlossene prähistorische Hohlräume samt Millionen abgebrannter Kienspäne, Werkzeuge, Textilien, Leder, Tierhaare und Exkremente luftdicht im Steinsalz eingeschlossen wurden; der früheste schriftliche Beleg des Begriffs stammt aus einem Brief Joseph von Russeggers an Karl Cäsar von Leonhard vom 25. Juli 1835.
Fundstelle: Q1: S. 85; Q2: Übersichtstext; Q4: S. 205–206 (Russegger 1835: 522)
C4gesichert
In der bronzezeitlichen Nordgruppe (insbesondere im Christian-von-Tusch-Werk) legten Bergleute ab etwa 1500 v. Chr. steile Schrägschächte bis in über 100 Meter Tiefe an, in denen das kleinbrüchig geschrämmte Salz mit Holzgefäßen geschöpft und in maßgefertigten Tragsäcken aus Rinderfell sowie an Seilen aus gedrehtem Lindenbast (erhalten in rund einen Meter langen, bis zu vier Zentimeter starken Seilfragmenten) an die Oberfläche gezogen wurde.
Fundstelle: Q1: S. 85; Q3: Abschnitt Konstruktion; Q9: bronzezeit/transportablauf/tragsaecke
C5gesichert
Die charakteristischen bronzezeitlichen Tragsäcke aus Rinderfell besaßen ein Fassungsvermögen von rund 30 bis 45 Kilogramm Salz; ein seitlicher HolzKnebel hielt den Trageriemen fest, und durch Lösen des Knebels mit einem Griff glitt der Sack über die Schulter und entleerte seine Last automatisch.
Fundstelle: Q1: S. 85; Q6: S. 91–94; Q9: bronzezeit/transportablauf/tragsaecke
C6gesichert
Im Frühjahr 2002 stießen Bergleute beim Bau eines Fluchtwegs im Christian-von-Tusch-Werk in über 100 Metern Tiefe auf erste Hölzer; ab 2003 legten Archäologen des Naturhistorischen Museums Wien dort eine über acht Meter lange Holzstiege frei, die als älteste erhaltene Holztreppe Europas gilt.
Fundstelle: Q2: Übersichtstext; Q3: Einleitung & Konstruktion; Q10: Abstract & Introduction (S. 1–2)
C7gesichert
Die dendrochronologische Untersuchung durch Kurt Nicolussi (Universität Innsbruck) ergab für die Stiegenhölzer aus Fichte, Tanne und Buche ein exaktes Fälldatum im Winterhalbjahr 1344/1343 v. Chr.; in einer mikrobiologischen Studie von 2016 (Piñar et al.) wird daneben abweichend das Jahr 1108 v. Chr. genannt.
Fundstelle: Q3: Abschnitt Datierung (1344/1343 v. Chr.); Q10: Introduction S. 2 (1108 BC)
C8gesichert
Die bronzezeitliche Stiege war im Baukastenprinzip komplett ohne Seile oder Holznägel konstruiert: In zwei seitliche Nadelholzholme mit dreieckigem Querschnitt wurden exakt passende Nuten geschlagen, in die Trittstufen aus gespaltenen Buchenbohlen von 1,20 Metern Breite (im oberen Teil) bis fast 1,40 Metern Breite (im unteren Teil) eingeschoben und durch kleine Holzkeile im gewünschten Neigungswinkel fixiert wurden.
Fundstelle: Q3: Abschnitt Konstruktion (mit Grafik); Q10: Introduction S. 2
C9gesichert
Die Holzstiege ruhte nicht auf gewachsenem Fels, sondern auf einer beständig anwachsenden Halde aus lehrbuchmäßig geschichtetem Abraum (abwechselnde Lagen aus feinspanigem ‚Hauklein' und stückigem ‚Haufwerk') und konnte dank ihrer keilfixierten Konstruktion dem veränderlichen Schüttwinkel jederzeit angepasst werden.
Fundstelle: Q3: Abschnitte Ausgrabung im Salz & Konstruktion
C10gesichert
Um 1340 v. Chr. schob eine gewaltige Gesteinsrutschung den gesamten bronzezeitlichen Schacht im Christian-von-Tusch-Werk samt der Stiege um rund 100 Meter zur Seite, wodurch der Abbau an dieser Stelle aufgegeben werden musste; um 1245 v. Chr. beendete schließlich eine katastrophale Vermurung den gesamten bronzezeitlichen Bergbau der Nordgruppe.
Fundstelle: Q3: Abschnitt Datierung (Verschiebung um ca. 100 m um 1340 v. Chr.); Q9: bronzezeit/transportwege (Ende um 1245 v. Chr.)
C11gesichert
Bis zum Frühjahr 2014 wurden sämtliche Einzelteile der bronzezeitlichen Stiege zur wissenschaftlichen Dokumentation und Konservierung an das Naturhistorische Museum Wien geborgen und im Februar 2015 in einer eigens klimatisierten Großraumvitrine im Schaubergwerk Hallstatt wiederaufgebaut.
Fundstelle: Q2: Übersichtstext; Q10: Introduction S. 2
C12gesichert
In der älteren Eisenzeit (Hallstattzeit, ca. 800 bis 350 v. Chr.) verlagerten die Bergleute den Abbau in die Ostgruppe, wo über 25 Fundstellen auf einer Fläche von mehr als 50.000 Quadratmetern bis in über 200 Meter Tiefe nachgewiesen sind und riesige Abbauhallen von mindestens 20 Metern Breite und 15 Metern Höhe entstanden, ehe auch dieser Bergbau um 350 v. Chr. durch gewaltige Muren zum Erliegen kam.
Fundstelle: Q1: S. 84–85; Q8: Haupttext (Katastrophe um 350 v. Chr.); Q9: hallstattzeit/bergwerksanlagen
C13gesichert
Anders als in der Bronzezeit schlugen die eisenzeitlichen Bergleute der Ostgruppe mit schwereren Bronzepickeln auf Knieholzschäftungen parallele Rillen in die Salzwand und brachen die dazwischenstehenden Stege als herzförmige Großbrocken (‚Herzen') von bis zu fast 100 Kilogramm Gewicht heraus, was eine nahezu verlustfreie Gewinnung von reinem Stücksalz ermöglichte.
Fundstelle: Q1: S. 84–85; Q9: hallstattzeit/abbaumethode
C14gesichert
Analysen von Speisekrusten an Kochtöpfen und im Salz konservierten menschlichen Exkrementen (Koprolithen) zeigen, dass sich die eisenzeitlichen Bergleute von einem nahrhaften Eintopf aus Hirse, Gerste, Saubohnen, Linsen und Schweine- oder Schaffleisch (bis heute im Salzkammergut als ‚Ritschert' bekannt) ernährten, bereits Blauschimmelkäse (Penicillium roqueforti) und Bier (Saccharomyces cerevisiae) konsumierten, jedoch massiv unter Spul- und Peitschenwürmern litten.
Fundstelle: Q1: S. 85; Q7: Summary & Results (S. 5149–5154); Q9: hallstattzeit/arbeitsalltag & interdisziplinaer/parasitologie
C15gesichert
Im November 1846 stieß der k. k. Bergmeister Johann Georg Ramsauer beim Schotterabbau am Eingang des Hallstätter Hochtals auf ein Gräberfeld der älteren Eisenzeit und legte bis 1863 insgesamt 980 Gräber mit 19.498 dokumentierten Fundobjekten frei; einschließlich späterer Grabungen (bis hin zu den laufenden Forschungen des NHM Wien) sind im Hochtal heute über 1.500 Bestattungen bekannt.
Fundstelle: Q1: S. 85–86 (The Cemetery); Q2: Übersichtstext
C16gesichert
Die Grabbeigaben von Hallstatt – darunter ein Eisenschwert mit Knauf aus afrikanischem Elefantenelfenbein und baltischem Bernstein (Grab 573), ein im Stil von Este figürlich verzierter Bronze-Eimerdeckel (Grab 696), Rüstungsteile mit Parallelen zu Vače in Slowenien (Grab 259) sowie die ältesten Glasgefäße nördlich der Alpen – belegen ein weitgespanntes Handelsnetz vom Ostseeraum bis nach Nordafrika und gaben der gesamten Epoche der älteren Eisenzeit (ca. 800–450 v. Chr.) den Namen ‚Hallstattkultur'.
Fundstelle: Q1: S. 86; Q5: Criterion (iii)
C17gesichert
Trotz Ramsauers präziser Aquarellprotokolle von Gräbern und Metallbeigaben wurden während der Grabungen des 19. Jahrhunderts zahlreiche Keramikgefäße und menschliche Skelette als wissenschaftlich wertlos verworfen; insgesamt stehen der modernen Anthropologie dennoch rund 215 Skelette aus dem Hallstätter Gräberfeld zur Verfügung, deren ausgeprägte Muskelmarken und Gelenkabnutzungen auf schwerste körperliche Arbeit unter Tage hinweisen.
Fundstelle: Q1: S. 85; Q9: interdisziplinaer/anthropologie
C18gesichert
Im April 1734 stießen Bergleute im damals rund 100 Meter tief liegenden Kilbwerk (im Bereich der ältereisenzeitlichen Ostgruppe) in ‚taubem Gebirge' – den um 350 v. Chr. eingedrungenen Murenschuttmassen – auf den vollständig im Salz konservierten, flachgedrückten Leichnam eines prähistorischen Bergmannes, an dem laut den Hallstätter Salinenakten noch Stofffetzen seines Rocks und die Schuhe an den Füßen erhalten waren.
Fundstelle: Q1: S. 85; Q8: Haupttext & Auszug aus den Hallstätter Salinenakten
C19gesichert
Am 2. April 1734 wurde der ‚Mann im Salz' aus dem Gestein gelöst und ins Tal gebracht; weil man ihn im katholischen Salzkammergut als vorchristlichen ‚Heiden' einstufte, dem nach Begutachtung durch den Kapuzinermönch Mathias keine geweihte Grabstätte zustand, wurde er bereits am 3. April 1734 ohne geistlichen Beistand am Rand des Hallstätter Friedhofs begraben.
Fundstelle: Q8: Haupttext & Auszug aus der Chronik
C20plausibel
Aus dem Fundort im Kilbwerk innerhalb der Ostgruppe sowie den im Jahr 1734 beschriebenen Resten von Kleidung und Schuhen schließen Archäologen des Naturhistorischen Museums Wien, dass es sich beim ‚Mann im Salz' um einen eisenzeitlichen Bergmann handelte, der bei der Murenkatastrophe um 350 v. Chr. im Bergwerk verschüttet wurde.
Fundstelle: Q1: S. 85; Q8: Haupttext
C21unbestätigt
Ob die Gebeine des 1734 bestatteten ‚Mannes im Salz' später bei einer routinemäßigen Grabräumung unerkannt in das Beinhaus (Karner) von Hallstatt gelangten, ist bis heute ungeklärt; ein vergleichbares Schicksal erlitten die 1577 und 1616 am Dürrnberg bei Hallein gefundenen Salzmumien, während erst die 1993 und 2004 im iranischen Salzbergwerk Chehrabad entdeckten ‚Salzmänner' wissenschaftlich konserviert werden konnten.
Fundstelle: Q8: Haupttext & Abschnitt Mumien aus anderen Salzbergwerken